PETG Supports lassen sich nicht entfernen? Mit diesem PLA-Trick bekommst du sie schnell ab!

PETG Supports lassen sich nicht entfernen? Mit diesem PLA-Trick bekommst du sie schnell ab!

Dein 8 Stunden-Druck ist endlich fertig, die Vorfreude groß, und dann beginnt der Kampf mit den Supports. Sie sitzen bombenfest, brechen nicht sauber weg, ruinieren die Oberfläche und reißen im schlimmsten Fall sogar Stücke aus deinem Bauteil.

Was eigentlich nur ein kleiner Nachbearbeitungsschritt sein sollte, wird plötzlich zur Geduldsprobe. Leider ein typisches Problem bei PETG Drucken mit Supports.

PETG als Support?

Egal ob Anfänger oder erfahrener Maker, fast jeder hat beim 3D-Druck schon mindestens einmal mit festklebenden Supports bei PETG zu kämpfen gehabt. Gerade bei PETG Drucken treten solche Supportprobleme häufig auf und erwischen früher oder später so gut wie jeden.

In den meisten Fällen liegt es an einem simplen Denkfehler: Du nutzt PETG als Supportmaterial für PETG – also ein klassischer Single-Material-Druck ohne Multimaterial-Setup und ohne zusätzliche Einstellungen. Genau dieser praktische Ansatz ist aber oft der Grund, warum sich PETG Supports so schwer entfernen lassen und warum es zu unsauberen Unterseiten oder beschädigten Druckoberflächen kommt.

PETG hat nämlich eine Eigenschaft, die beim Drucken von Bauteilen super ist, bei Supports aber zum Problem wird: Es haftet extrem gut an sich selbst. Die einzelnen Schichten verbinden sich stark miteinander, was für stabile Drucke sorgt. Sobald aber Supportstrukturen ins Spiel kommen, bedeutet das auch, dass sich Support und Modell fast schon „verschweißen“. Deshalb bekommst du sie später nur mit Mühe, Werkzeug oder viel Kraft wieder ab – ein klassischer Fall von „PETG Stützstrukturen haften zu stark“.

Hier kommt die einfache, aber extrem effektive Lösung ins Spiel:

Verwende PLA als Supportmaterial für PETG!

Der Trick dahinter ist schnell erklärt. PLA als Support für PETG funktioniert deshalb so gut, weil sich die beiden Materialien deutlich schlechter miteinander verbinden als PETG mit PETG. Das bedeutet: Die Supportstruktur erfüllt weiterhin ihren Zweck während des Drucks, lässt sich danach aber deutlich leichter vom Modell trennen. Statt festklebender Reste bekommst du saubere Kontaktflächen und Supports, die sich oft schon mit wenig Druck oder sogar per Hand entfernen lassen. Genau das macht PLA zur besten Supportlösung für PETG Drucke, wenn du dir mühsame Nachbearbeitung sparen willst.

Damit das Ganze auch wirklich funktioniert, musst du nicht dein komplettes Setup umkrempeln. Wichtig ist nur, dass du im Slicer dein PETG ganz normal als Hauptmaterial eingestellt lässt und das Supportmaterial gezielt auf PLA umstellst. Wenn du mit einem Multimaterial-System arbeitest – etwa einem AMS – kannst du zusätzlich das sogenannte Support-Interface nutzen. Dabei kommt PLA nur in den letzten Schichten zum Einsatz, die direkt am Modell anliegen. So kombinierst du stabile Supports mit einer optimal trennbaren Oberfläche und erreichst deutlich leichter entfernbare Supports bei PETG.

Mit PLA-Stützstrukturen wird dein PETG-Druck zum Kinderspiel!

Wenn du bisher immer mit PETG-Supports gekämpft hast, wirst du den Unterschied sofort merken. Die PLA-Supports brechen sauber weg, die Unterseite deines Modells bleibt deutlich glatter und du sparst dir jede Menge Nacharbeit. So kannst du Supports bei PETG deutlich einfacher entfernen und erzielst gleichzeitig bessere Druckergebnisse.

Unterm Strich ist es also kein kompliziertes Tuning, sondern einfach die richtige Materialkombination. PETG ist ein starkes Material, aber genau deshalb kein guter Support für sich selbst. PLA dagegen bringt genau die Eigenschaft mit, die dir bisher gefehlt hat: kontrollierte Haftung.

Tipp: Im Video unten zeigen wir dir, wie du das Support-Problem bei PETG direkt im Slicer richtig löst!